Ausland

Proteste gegen französisches Atommüllendlager

In Frankreich musste heute Abend eine öffentliche Anhörung zum Bau eines Endlagers für hoch radioaktiven Atommüll nach lautstarken Protesten abgebrochen werden. Die Planung für den Standort nahe dem lothringischen Bure, knapp 150 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, schreiten allerdings voran.

Nach dem aktuellen Konzept will die Gesellschaft für Atommüll (ANDRA) 2015 einen Genehmigungsantrag für den Bau des Tiefenlagers stellen. Dieser soll 2018 beginnen, von 2025 an soll Atommüll eingelagert werden. In Frankreich gibt es mehr als 50 Atomkraftwerke, in denen rund drei Viertel des im Land verbrauchten Stroms produziert werden.

Zweifel an Sicherheit des Lagers

Die Organisation Bure Zone Libre widersprach der Einschätzung von ANDRA, dass die geplante Anlage sicher sei. Auch das Nachbarland Luxemburg und das deutsche Bundesland Rheinland-Pfalz haben starke Bedenken gegen das geplante Endlager. Seit dem Jahr 2000 untersucht ANDRA in der Nähe von Bure die Eignung der dortigen Tonschichten für die Einlagerung von Atommüll. Bure war in den 1990er Jahren als einziger von zunächst vier möglichen Standorten für ein solches Atomendlager übriggeblieben. ANDRA betreibt dort in 500 Meter Tiefe ein Forschungslabor.

Türkei errichtet „Sicherheitsmauer“ an Grenze zu Syrien

Die Türkei will auf einem kleinen Abschnitt ihrer langen Grenze mit Syrien eine „Sicherheitsmauer“ errichten. Wie der Minister für Handel und Zoll, Hayati Yazici, heute mitteilte, soll die zweieinhalb Kilometer lange Mauer nahe dem Grenzposten Cilvegözü in der südlichen Provinz Hatay entstehen. Cilvegözü liegt dem syrischen Grenzdorf Bab al-Hawa gegenüber.

Dutzende Tote bei Anschlägen

Die Mauer, Überwachungskameras und Stacheldraht sollten Versuche verhindern, von Syrien aus in die Türkei einzudringen, sagte Yazici im türkischen Fernsehsender NTV. Im Februar hatte es bei einem von Ankara der syrischen Regierung zugeschriebenen Sprengstoffattentat in Cilvegözü 17 Tote und 30 Verletzte gegeben. Am 11. Mai wurden in der grenznahen Kleinstadt Reyhanli bei einem Doppelanschlag mit Autobomben 51 Menschen getötet. Zwölf Türken wurden festgenommen. Nach Überzeugung der Behörden standen sie in Verbindung mit dem syrischen Geheimdienst. Damaskus bestreitet das.

Bereits 400.000 Flüchtlinge in der Türkei

Ankara unterstützt die bewaffneten Rebellen in ihrem Kampf gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Etwa 400.000 Menschen flohen mittlerweile vor dem Bürgerkrieg in Syrien in die benachbarte Türkei. Rund die Hälfte von ihnen lebt in Flüchtlingslagern entlang der Grenze.

Die EU ist inzwischen beim Syrien-Waffenembargo weiter zerstritten. Über dessen Aufhebung oder Fortsetzung werden die EU-Außenminister am Montag in Brüssel entscheiden.

Rafsandschani: Iranische Führung „inkompetent und ignorant“

Zwei Tage nach seiner Disqualifikation von der kommenden Präsidentschaftswahl am 14. Juni durch den Wächterrat brach der mächtige iranische Ex-Präsident Akbar Hashemi Rafsandschani sein Schweigen.

Er beschuldigte die Führungsriege, „inkompetent und ignorant“ zu sein. Wie die oppositionelle Website Kalame heute berichtete, äußerte sich Rafsandschani in einem Gespräch mit seinem Wahlkampfteam.

„Ich glaube nicht, dass das Land schlechter gemanagt werden könnte, als es nun der Fall ist. Ich möchte deren Propaganda und Attacken gegen mich nicht stoppen, aber ihre Ignoranz ist verheerend. Verstehen die denn nicht, was sie anstellen?“, so der Chef des Schlichtungsrates.

Kein Kommentar von Chamenei

Der oberste geistliche Führer des Iran, Ali Chamenei, der in allen Belangen das letzte Wort hat und die Entscheidung des Wächterrats revidieren könnte, hat sich zur Disqualifizierung Rafsandschanis noch nicht geäußert.

Die Tochter des verstorbenen iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Chomenei, Sahra Mostafawi, hat in einem Brief und mittels einer Stellungnahme an Chamenei den Wächterrat für die Disqualifizierung von Rafsandschani scharf kritisiert.

Tote und Verletzte bei Anschlägen im Niger

Im Niger ist heute ein Selbstmordanschlag verübt worden, bei dem eine Uranmine des westafrikanischen Landes getroffen wurde. Der Betreiber der Mine ist der französische Staatskonzern Areva - Frankreich bezieht aus dem Niger den Großteil des für seine Atomkraftwerke benötigten Urans. Bei einem nahezu gleichzeitig erfolgten zweiten Anschlag auf eine Militärkaserne im Niger wurden zahlreiche Soldaten getötet.

Mehr dazu in Milliardengeschäft für französische Firma

Finanzaffäre: IWF spricht Lagarde erneut Vertrauen aus

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seiner wegen einer Finanzaffäre unter Druck stehenden Chefin Christine Lagarde erneut das Vertrauen ausgesprochen.

Der Exekutivrat sei über die Angelegenheit mehrfach informiert worden und vertraue weiter in die Fähigkeit Lagardes, ihren Aufgaben beim IWF nachzukommen, sagte der Sprecher des Währungsfonds, Gerry Rice, heute in Washington. Rice betonte, dass Lagarde selbst darauf verzichtet habe, sich auf diplomatische Immunität zu berufen, um vor der Justiz zu den Vorwürfen Stellung nehmen zu können.

Lagarde war heute wegen der Affäre aus ihrer Zeit als französische Finanzministerin vor einem Gericht in Paris befragt worden. Dabei geht es um umstrittene Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe an den Geschäftsmann Bernard Tapie.

Spekulation über Rücktritt

Im August 2011 hatte die französische Justiz Vorermittlungen wegen „Beihilfe zur Fälschung“ und „Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder“ eingeleitet. Gegen Lagarde könnte im Anschluss an die auf zwei Tage angesetzte Befragung ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet werden.

Die französische Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem geht davon aus, dass der IWF Lagarde „wahrscheinlich“ zum Rücktritt auffordern würde, sollte es zu einem solchen Verfahren kommen, sagte sie den französischen Sendern BFMTV und RMC. Der IWF selbst wollte sich dazu nicht äußern.

Niederlande streichen bis zu 18.000 öffentliche Stellen

Die niederländische Regierung weitet ihr Sparprogramm aus und will nun binnen fünf Jahren bis zu zwölf Prozent der Stellen im öffentlichen Dienst streichen.

Die Staatsverschuldung nehme zu und das Defizit sei zu hoch, schrieb der für Staatsverwaltung zuständige Minister Stef Blok in einem Brief an das Parlament. Deswegen würden bis 2018 zwischen acht und zwölf Prozent der insgesamt 150.000 Stellen gestrichen - bis zu etwa 18.000 Jobs. Darin enthalten sind 10.000 Stellen, von denen bereits bekannt war, dass sie bis 2015 wegfallen sollen.

Ministerpräsident Mark Rutte hatte zu Beginn seiner ersten Amtszeit 2010 einen schlankeren Staat versprochen. Er wurde im September 2012 wiedergewählt. Trotz Milliardenkürzungen im Haushalt dürften die Niederlande 2013 und möglicherweise auch 2014 die EU-Defizitgrenze von drei Prozent des BIP reißen.

Inland

Sportförderung neu im Nationalrat beschlossen

Der Nationalrat hat heute Abend mit den Stimmen der Regierungskoalition aus SPÖ und ÖVP sowie jenen der FPÖ einer Reform der Sportförderung beschlossen. Sie soll eine verstärkte Leistungsförderung und bessere Kontrollmechanismen bringen.

Grüne, BZÖ und Team Stronach (TS) äußerten Zweifel daran, dass sich damit viel ändern wird, würden bei der Vergabe der Förderungen doch erst recht wieder die gleichen Zuständigen aus der Bundessportorganisation das Sagen haben wie bisher. Ungeachtet dessen sah Sportminister Gerald Klug (SPÖ) die größte Reform der Sportförderung in der Zweiten Republik.

Debatte nach Olympiapleite in London

Debattiert wird die Reform schon seit Jahren, richtigen Schwung bekam sie allerdings erst durch den Flop bei den Olympischen Spielen in London, bei denen Österreich im Vorjahr ohne Medaillen ausging.

Grundsätzlich sieht das neue Modell vor, dass den Verbänden 80 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. 50 Prozent der für die Sportförderung zweckgebundenen Mittel aus Glücksspieleinnahmen sind für den Bereich Spitzensport, 45 für den Breitensport reserviert. Fünf Prozent entfallen auf die zentralen Sportorganisationen. Der österreichische Behindertensport erhält künftig gesetzlich garantierte 1,6 Millionen Euro Gesamtförderung.

Telekom-Austria-Prozess: Rumpold in Erklärungsnot

Am Straflandesgericht Wien hat heute der zweite Tag im Telekom-Austria-Prozess zu fragwürdigen Geschäften der Telekom Austria (TA) mit der FPÖ stattgefunden. Der angeklagte frühere FPÖ-Werber Gernot Rumpold kam in Zusammenhang mit den „Konzepten“, die er für 600.000 Euro für die TA erarbeitet haben soll, in Erklärungsnot: Die dem Gericht vorliegenden Papiere seien gar nicht die „Endkonzepte“, sondern Entwürfe. Die fertigen Konzepte seien wohl verloren gegangen.

Mehr dazu in Ex-FPÖ-Werber im Zeugenstand

Wasser- und Tierschutz kommen in die Verfassung

Wasser- und Tierschutz kommen in die Verfassung. Darauf haben sich am Rande der heutigen Nationalratssitzung SPÖ, ÖVP und FPÖ geeinigt. Ein entsprechender, der APA vorliegender Initiativantrag der drei Klubs wurde eingebracht und dürfte noch vor dem Sommer beschlossen werden.

Besonders das Thema Wasser - speziell EU-Überlegungen bezüglich einer Liberalisierung der Versorgung - hatte vor einigen Monaten für einige Aufregung gesorgt. Nunmehr heißt es im Dreiparteienantrag, dass sich die Republik zur Wasserversorgung als Teil der Daseinsvorsorge und zu ihrer Verantwortung für die Sicherung von deren Erbringung und Qualität bekenne.

„Republik bekennt sich zum Tierschutz“

Beim Thema Tierschutz wird im Gesetz schlicht festgestellt: „Die Republik Österreich bekennt sich zum Tierschutz.“ In den Erläuterungen wird darauf verwiesen, dass schon seit 2004 eine Entschließung vorliege, wonach der Tierschutz in der Verfassung verankert werden solle, um „dem Gebot eines sittlich verantworteten Umgangs des Menschen mit dem Tier als fühlendes Wesen Rechnung zu tragen“.

Ferner als Ziel in die Verfassung aufgenommen wird die Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit hochqualitativen Lebensmitteln tierischen und pflanzlichen Ursprungs „auch aus heimischer Produktion“.

Salzburgs Regierung soll Mitte Juni Arbeit aufnehmen

Über Inhalte der heute Vormittag begonnenen Koalitionsverhandlungen in Salzburg halten sich ÖVP, Grüne und das Team Stronach (TS) vorerst noch bedeckt. Die Parteien peilen aber den 19. Juni für die konstituierende Sitzung des neuen Landtages an.

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Finanzrahmen 2014 bis 2017 steht

Der Nationalrat hat heute Nachmittag den Finanzrahmen abgesegnet. Die Koalition stimmte geschlossen für den Budgetvorschlag für die Jahre 2014 bis 2017.

Der Fahrplan für die kommenden Jahre sieht einen Abbau des Defizits bis 2016 und einen leichten Überschuss von 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2017 vor. Die gesamten Staatsschulden sollen bis 2017 von 73,4 Prozent (2012) auf 67 Prozent sinken (das entspricht dann 246 Mrd. Euro) und bis 2020 unter dem EU-Zielwert von 60 Prozent liegen.

Debatte über Entwicklungszusammenarbeit

Die Opposition zweifelte geschlossen die Zahlen im Finanzrahmen an, der einen schrittweisen Defizitabbau bis hin zu einem ausgeglichen Haushalt 2016 und einem Überschuss 2017 vorsieht. Anlass dafür sind nach Meinung aller Oppositionsfraktionen in erster Linie die unkalkulierbaren Kosten der Bankenrettung.

Offenbar aus Protest gegen die ihrer Meinung nach nicht ausreichenden Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit drehten sich allerdings Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, und einige ihrer Fraktionskolleginnen beim Abstimmen um. Davor gab es zu dem Thema eine emotionale Debatte.

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Wirtschaft

Europas Stahlproduzenten drohen harte Einschnitte

Massive Überkapazitäten und kaum Hoffnung auf eine Konjunkturerholung noch in diesem Jahr - nach Ansicht des Präsidenten des europäischen Stahlverbands Eurofer, Wolfgang Eder, sind in Europa harte Einschnitte unausweichlich.

Bei einer Jahresproduktion der europäischen Hersteller von 210 bis 215 Millionen Tonnen liege der Anteil der Überkapazitäten bei „20 bis 25 Prozent", sagte Eder, Chef der voestalpine, heute in Düsseldorf. Es sei völlig sinnlos, Stahlstandorte künstlich am Leben zu erhalten“, so Eder.

Tonnenweise Überkapazitäten

Weltweit gehe die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) von Überkapazitäten von 500 bis 600 Millionen Tonnen bei einer Jahreskapazität von zwei Milliarden Tonnen aus. Entsprechend werden Rufe nach - auch politisch unpopulären - Stilllegungen immer lauter.

Bei der voestalpine gebe es eine zunehmende Konzentration auf hochwertige Stahlqualitäten anstelle von „verrücktem Tonnendenken“, so Eder weiter. Derzeit liege der Stahlanteil in dem Konzern nur noch bei rund 30 Prozent. „Wir haben sogar überlegt, ob wir aus dem Stahl aussteigen sollen“, berichtet Eder. Schließlich habe man sich jedoch dagegen entschieden.

Besonders die um sich greifende Absatzkrise der Autobranche in Europa macht Stahlkonzernen wie ThyssenKrupp, ArcelorMittal und Salzgitter schwer zu schaffen. Aus der Baubranche kommen angesichts der Wirtschaftskrise in Südeuropa schon lange keine Impulse mehr. Die Preise liegen am Boden. Mittlerweile schreiben fast alle Hersteller in Europa rote Zahlen.

EU will Konzerne zur Steuerwahrheit verpflichten

Nach der Entrüstung über die Steuertricks des US-Konzerns Apple will die EU-Kommission Unternehmen dazu zwingen, ihre Steuerzahlungen in einzelnen EU-Ländern offenzulegen. Das kündigte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier heute in einer Rede auf einer Konferenz in Amsterdam an.

Vom nächsten Jahr an gelten für Banken bereits strengere Regeln. Die Geldhäuser in der EU müssen dann für jedes Land, in dem sie aktiv sind, ihre Gewinne, die gezahlten Steuern und staatliche Fördergelder offenlegen. „Wir werden diese Pflicht auf große Konzerne und Unternehmensgruppen ausdehnen“, sagte Barnier.

Firmen nützen Steuerunterschiede aus

Nach Angaben von Barniers Sprecherin sollen diese Vorgaben in eine bereits vorliegende EU-Gesetzesinitiative integriert werden. Diese schreibt Firmen vor, über ihre Aktivitäten im Umwelt- und Sozialbereich Rechenschaft abzulegen. Derzeit beraten EU-Parlament und Staaten darüber. Bis der Vorschlag Gesetz wird, dürfte es noch ein bis zwei Jahre dauern.

Der US-Konzern Apple hatte jüngst mit seiner Steuerstrategie für Entrüstung gesorgt. US-Politiker werfen Apple vor, über irische Tochterfirmen höheren Abgaben in den USA zu entgehen. Irland ist für seine niedrigen Steuersätze bekannt.

Betrugsverdacht bei Sanierung im Gemeindebau

Fünf Wiener Gemeindewohnungen, die vor nicht allzu langer Zeit saniert wurden, werden wieder auseinandergenommen. Wiener Wohnen prüft, ob die Sanierungsarbeiten ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Ex-IV-Chef Sorger machte bei Hypo 800.000 Profit

Der frühere Industriellenvereinigung-Chef und ehemalige FIMBAG-Präsident Veit Sorger soll laut dem Nachrichtenmagazin „Format“ insgesamt 1,5 Mio. Euro in die Kärntner Hypo investiert haben, die ihm insgesamt rund 800.000 Euro Profit einbrachten.

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„Offshore-Leaks“: OeNB will Stepic-Deals ansehen

OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny wollte heute nicht beurteilen, ob RBI-Chef Herbert Stepic nach seinen gestern bekanntgewordenen asiatischen Immobilienkäufen noch als Bankdirektor der börsennotierten Raiffeisen Bank International (RBI) tragbar sei. Er habe außer den Zeitungsberichten keine Informationen zu diesem Thema, deshalb könne er dazu im Detail nichts sagen, betonte Nowotny.

Eine Beurteilung erfolge zudem nicht durch die Notenbank alleine, sondern das müsse man sich gemeinsam mit der Finanzmarktaufsicht (FMA) anschauen. „Ich kann das nicht aus Zeitungsartikeln beurteilen, dazu braucht man Fakten“, so Nowotny.

RBI will Deals prüfen

Das Nachrichtenmagazin „News“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf Daten des „Offshore-Leaks“-Projekts von drei Wohnungskäufen in Singapur von Stepic über die zwei Offshore-Firmen Yatsenko International Limited und Takego Holdings Limited.

Der Raiffeisen-Banker bestätigte, wirtschaftlich Berechtigter dieser „Projektgesellschaften“ zu sein. Der Aufsichtsrat der RBI werde die asiatischen Immobilienkäufe von Stepic prüfen, teilte Aufsichtsratschef Walter Rothensteiner heute mit.

Der Kauf via Briefkastenfirmen ist laut Experten an sich nichts Illegales - entscheidend ist die Frage, ob Stepic Einkünfte aus den Wohnungen versteuerte.

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Sport

Bundesliga: Austrias Meisterelf soll zusammenbleiben

Die Saison ist für den frischgebackenen Meister Austria zwar noch nicht zu Ende, unter anderem wartet noch das ÖFB-Cupfinale und damit die Chance auf das Double, dennoch denkt man bei den Wienern schon an die kommende Saison.

Im fünften Anlauf könnte endlich die Qualifikation für die Champions League geschafft werden, die Aussicht darauf soll der Austria auch dabei helfen, die Meistertruppe zusammenzuhalten.

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Champions League: Ribery kämpft gegen Finaltrauma

Für Bayern-Star Franck Ribery soll das Warten auf seinen ersten großen internationalen Titel am Samstag zu Ende gehen. Im Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund will Ribery zugleich die schmerzhaften Erinnerungen an vergangene Niederlagen auslöschen.

Im Elferschießen verlor er sowohl mit Frankreich das WM-Finale 2006 als auch mit den Bayern in der vergangenen Saison das CL-Finale, um das er sich zwei Jahre davor durch eine Rote Karte im Halbfinale gebracht hatte. Nun soll Riberys Karriere endlich gekrönt werden. „Die Zeit ist überreif, jetzt mit 30 Jahren“, sagte der Franzose.

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Chronik

15-Jährige vergewaltigt: 15 Jahre Haft

Am Grazer Straflandesgericht ist heute ein 44-Jähriger wegen Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von 15 Jahren verurteilt worden. Der Mann hatte im Mai des Vorjahres ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt.

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Feuerwehren erpresst: Steirer in Haft

Ein Obersteirer soll seit Ende April mindestens 80-mal mehrere Feuerwehren terrorisiert, bedroht und auch erpresst haben. Er drohte unter anderem damit, Rüsthäuser zu sprengen.

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Lkw-Fahrer mit 2,46 Promille 360 km unterwegs

Auf der Pyhrnautobahn (A9) ist heute bei St. Michael in der Steiermark ein schwer betrunkener Lkw-Fahrer aus dem Verkehr gezogen worden. Der Slowake war rund 360 Kilometer mit 2,46 Promille Alkohol im Blut unterwegs.

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Höchststrafe nach Nachbarschaftsstreit in Tirol

Heute ist ein 56-jähriger Tiroler am Landesgericht Innsbruck wegen eines jahrelangen Nachbarschaftsstreits zu einem Jahr unbedingter Haft verurteilt worden. Der Mann soll trotz zweier vorheriger Verurteilungen seine Nachbarn weiter beschimpft, bedroht und verfolgt haben.

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Erneut Schmuck bei Cannes-Filmfestspielen verschwunden

Am Rande der Filmfestspiele im französischen Cannes ist erneut wertvoller Schmuck verschwunden. Dem Schweizer Juwelierhaus De Grisogono kam nach Angaben der Polizei von heute ein rund zwei Millionen Euro teures Diamantencollier abhanden.

Das Stück war bei einer exquisiten Abendveranstaltung im Fünfsternehotel Eden Roc am Cap d’Antibes präsentiert worden und soll danach in einem gesicherten Bereich des Hauses aufbewahrt gewesen sein. Bei der Party im Luxushotel waren Stars wie Sharon Stone und Ornella Muti anwesend.

Profibande am Werk?

Von der Auswertung von Überwachungsvideos erhoffen sich die Ermittler nun Hinweise auf das mysteriöse Verschwinden des Schmuckstücks. Das Hotel liegt gut zehn Kilometer entfernt von Cannes.

Erst Ende der Vorwoche hatten Juwelendiebe aus einem Hotelzimmer in Cannes Schmuckstücke der Luxusgütermanufaktur Chopard gestohlen. Sie lagen im Tresor einer Mitarbeiterin des Unternehmens und waren nach Angaben der Ermittler schätzungsweise 1,1 Millionen Euro wert. Hinter der Tat steckt nach Einschätzung der Polizei eine Profibande. Chopard ist offizieller Partner des Festivals und stattet Stars für ihre Auftritte auf dem roten Teppich mit Leihgaben aus.

Fahndung nach Vierfachmord im tschechischen Brno

In der tschechischen Stadt Brno sind vier Menschen ermordet worden. Die Polizei fahndet nach einem 20 Jahre alten US-Amerikaner, der die Gewalttat begangen haben soll. Der Mann aus dem kalifornischen Palo Alto sei wahrscheinlich bewaffnet und gefährlich, warnten die Behörden gestern Abend.

Der Mann könnte versuchen, ins Ausland zu fliehen. In einer SMS habe er angedeutet, auf dem Weg nach Wien zu sein, berichtete die Zeitung „Lidove Noviny“ in ihrer Online-Ausgabe. Die Behörden verstärkten die Grenzkontrollem. Die Polizei veröffentlichte ein Fahndungsbild.

Bei den Toten soll es sich laut tschechischen Medienberichten um ein Ehepaar und seine zwei Söhne handeln, die mit dem Tatverdächtigen verwandt seien. Der US-Amerikaner soll seit knapp drei Wochen zu Besuch gewesen sein. Die Leichen waren nach einem Brand von der Feuerwehr im Vorort Ivanovice in der Nacht auf gestern gefunden worden.

Zikadeninvasion an der US-Küste

Sie sind laut, sie sind viele und sie wollen nur das eine. Im Nordosten der USA hat eine Invasion von Zikaden begonnen. Forscher sprechen von geschätzten 30 Milliarden Insekten, die in einigen US-Bundesstaaten für ein paar Wochen für einen Ausnahmezustand sorgen. Gefährlich sind sie nicht, aber ziemlich lästig, und das nicht nur ob ihrer Zahl: Bei der Partnersuche macht das Zirpen der Männchen einen Höllenlärm. 96 Dezibel haben Forscher schon gemessen. Das Mysteriöseste an den Zikaden ist jedoch ihr plötzliches Auftreten. Sie kommen nur alle 17 Jahre.

Mehr dazu in Bis zu 97 Dezibel laut

IT

Amazon bringt Kindle Fire nach Österreich

Der Onlinehändler Amazon macht seine Kindle-Tablets und die dazugehörende App-Plattform weltweit verfügbar. Vom 13. Juni an werden die beiden Versionen des Tablets Kindle Fire HD in 170 Länder ausgeliefert, teilte Amazon heute mit. Der App-Shop sei ab sofort in fast 200 Ländern zugänglich.

Amazon selbst nennt keine Verkaufszahlen für seine Tablet-Computer. Nach Berechnungen der US-Marktforschungsfirma IDC hielten die verschiedenen Kindle-Fire-Modelle im ersten Quartal einen Marktanteil von 3,7 Prozent mit 1,8 Millionen verkauften Geräten.

Apple ist drei Jahre nach dem Start des ersten iPad nach wie vor die Nummer eins, allerdings sank der Marktanteil IDC zufolge auf zuletzt knapp 40 Prozent. Amazon hatte die Kindle-Tablets zunächst in den USA gestartet und dann schrittweise in weiteren ausgewählten Ländern auf den Markt gebracht.

Kultur

Voodoo und Kernöl: „Design trifft Tradition“

Seit 2003 bringt das Designfestival assembly jährlich aktuelle Kunst- und Designtrends nach Graz. Heuer steht die Ausstellung im Grazer Volkskundemuseum unter dem Motto „Design trifft Tradition“ und deckt dabei eine sehr große Bandbreite ab.

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Lifestyle

Blick in sanierte Wiener Hauptfeuerwache

Ein Blick von der Drehleiter oder in die Einsatzzentrale: Die Berufsfeuerwehr Wien lädt am Samstag zum Tag der offenen Tür in die Zentralfeuerwehrwache Am Hof ein. Wien.ORF.at hat die generalsanierte Zentrale vorab besichtigt.

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Science

Zweifel an neuer Klonstudie

Wiederholt sich die Geschichte? Vor acht Jahren wurde der südkoreanische Forscher Hwang Woo Suk des Betrugs überführt. Seine Behauptung, Stammzelllinien aus geklonten menschlichen Embryonen entwickelt zu haben, war gelogen. Nun ist eine ähnliche Arbeit in Verdacht, die vergangene Woche für Aufsehen sorgte.

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