Ausland

Von Griechen Euro-Abstimmung gefordert? Berlin dementiert

Nach Angaben der griechischen Regierung soll die deutsche Kanzlerin Angela Merkel Griechenland ein Referendum über den Verbleib des Landes in der Euro-Zone vorgeschlagen haben. Während der mutmaßliche Vorstoß aus Deutschland in Griechenland für Empörung sorgt, kam aus Berlin umgehend ein Dementi. Eine Regierungssprecherin sagte laut dpa, dass Merkel nie einen solchen Vorschlag gemacht habe. „Diese Berichte treffen nicht zu.“

Zuvor teilte das Büro des griechischen Interimspremier, Panagiotis Pikrammenos, mit, dass Merkel dem griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias vorgeschlagen habe, die Abstimmung gleichzeitig mit der Parlamentswahl am 17. Juni zu organisieren. „Es ist wahr“, so Regierungssprecher Dimitris Tsiodras laut dpa. Alle griechischen Parteien seien informiert worden.

„Falsche Nachricht zur falschen Stunde“

Die griechischen Parteien reagierten empört auf die Mitteilung ihrer Regierung. Die konservative Nea Dimokratia erklärte: „Das griechische Volk braucht kein Referendum, um zu beweisen, dass es im Euro-Land bleiben will. Das griechische Volk verdient aber den Respekt seiner Partner.“ Der heutige Vorschlag von Merkel sei die falsche Nachricht zur falschen Stunde.

Aus Kreisen der Sozialisten hieß es, Referenden würden grundsätzlich nicht vom Ausland vorgeschlagen. Die Kommunistische Partei nannte den angeblichen Vorschlag Merkels eine „Erpressung“. „Frau Merkel interveniert grob in die Angelegenheiten des Landes“, sagte auch Nikos Hountis, Abgeordneter der Linksradikalen, im griechischen Fernsehen.

Hollande bei Obama: „Wachstum muss Priorität sein“

Vor dem G-8-Gipfel in Camp David haben sich US-Präsident Barack Obama und der neue französische Präsident Francois Hollande gemeinsam für eine auf mehr Wachstum ausgerichtete Politik ausgesprochen. In dieser Frage gebe es eine „Konvergenz“ zwischen Washington und Paris, sagte Hollande nach einem Treffen heute im Weißen Haus. Obama erklärte, das Thema Wachstum im Kreise der G-8 anzusprechen.

„Wachstum muss eine Priorität sein“, sagte Hollande, der am Dienstag das französische Präsidentenamt von Nicolas Sarkozy übernommen hatte. Der Sozialist ist gegen den von seinem Vorgänger und der deutschen Regierung verfochtenen strikten Sparkurs in Europa und fordert eine staatliche Förderung des Wirtschaftswachstums. Auch Obamas Regierung hatte in den vergangenen Monaten immer wieder an Europa appelliert, die Konjunktur nicht mit zu harten Sparpaketen abzuwürgen.

Frankreichs Afghanistan-Abzug steht

Bei dem Treffen im Weißen Haus ging es auch um den internationalen Militäreinsatz in Afghanistan. Hollande ließ Obama dabei wissen, dass er an seinem Wahlkampfversprechen eines Abzugs aller französischen Kampftruppen vom Hindukusch bis Jahresende festhalten werde. „Ich habe auch klargemacht, dass es weiterhin eine Unterstützung in einer anderen Form geben wird“, sagte Hollande bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

Die USA beharren auf dem zwischen der NATO und der afghanischen Regierung vereinbarten Abzugstermin Ende 2014.

IAEA-Chef reist nach Teheran

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA), Yukiya Amano, reist am Sonntag nach Teheran. Das teilte die IAEA heute in einer Aussendung mit. Amano werde im Iran Themen „beiderseitigen Interesses“ besprechen. Am Montag sind Treffen mit dem iranischen Chefverhandler, Saeed Jalili, und anderen hochrangigen Regierungsvertretern geplant.

Herman Nackaerts, IAEA-Vizedirektor und Chefinspektor, und andere hochrangige Funktionäre der Atombehörde werden Amano nach Teheran begleiten. Am Mittwoch sollen in Bagdad entscheidende Gespräche über eine Beilegung des Atomstreits geführt werden. Ob das gelingt, ist allerdings noch offen.

Matrosen angeklagt: Rom ruft Botschafter aus Indien zurück

Aus Protest gegen eine drohende Mordanklage gegen zwei italienische Marinesoldaten hat die Regierung in Rom ihren Botschafter aus Indien zurückgerufen. Wie das Außenministerium heute mitteilte, wurde Botschafter Giacomo Sanfelice zu Konsultationen nach Rom beordert. Die Soldaten werden beschuldigt, im Februar zwei indische Fischer erschossen zu haben.

Fischer mit Piraten verwechselt

Die Soldaten hatten vor der indischen Küste einen italienischen Öltanker bewacht und die Fischer mit Piraten verwechselten. Nun sollen sie im Bundesstaat Kerala auf Initiative der Polizei des Mordes und des versuchten Mordes angeklagt werden.

Im April hatten sich die Hinterbliebenen der Opfer mit Italien außergerichtlich auf eine Zahlung von umgerechnet je 144.000 Euro Entschädigung geeinigt. Dafür ließen sie ihre Klage fallen. Die indischen Behörden bestanden jedoch auf einem Gerichtsverfahren. Die Italiener argumentierten, der Fall unterliege nicht der indischen Gerichtsbarkeit, weil sich der Vorfall in internationalen Gewässern zugetragen habe.

Frankfurt: Polizei löste „Blockupy“-Proteste auf

Die „Blockupy“-Aktivisten haben ihre Proteste in der deutschen Finanzmetropole Frankfurt gegen die Banken und die europäische Sparpolitik trotz eines Verbots fortgesetzt. Mit Wasserwerfern rückte die deutsche Polizei heute vor der Europäischen Zentralbank (EZB) an, wo Demonstranten nahe der Sperrzone protestierten.

Etwa 400 Menschen wurden in Gewahrsam genommen. Das „Blockupy“-Bündnis sprach von rund 500 und warf den Beamten zum Teil gewalttätiges Vorgehen vor. Die Polizei wies die Vorwürfe zurück. Polizisten räumten Sitzblockaden. Am Main und auf dem Messegelände lösten sie Protestzüge mit bis zu 1.000 Menschen auf. Rund 5.000 Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz.

Video dazu in iptv.ORF.at

Dem „Blockupy“-Bündnis gehören Organisationen aus dem linken Spektrum an. Die Aktivisten protestieren unter anderem gegen die EU-Sparpolitik, den Abbau des Sozialstaats und Rettungspakete für Banken. Ihre Empörung richtete sich auch gegen ein Demonstrationsverbot, das die Stadt für alle Veranstaltungen erlassen hatte.

Polizeibericht: Tötung von Trayvon Martin „vermeidbar“

Ein Polizeibericht im Fall des Ende Februar in Florida getöteten afroamerikanischen Jugendlichen Trayvon Martin ist zu dem Schluss gekommen, dass die Tötung „letztendlich vermeidbar“ gewesen wäre. Der Todesschütze George Zimmerman hätte einfach in seinem Fahrzeug bleiben und auf die Polizei warten sollen.

Der nun veröffentlichte Bericht bestärkt allerdings auch die Version des Todesschützen Zimmerman, wonach es zu einem Kampf mit Martin gekommen sein soll. Der Fall hatte in den USA für Aufsehen gesorgt und eine Rassismusdebatte entfacht.

Mehr dazu in Todesschütze hätte in Auto warten sollen

Obama kündigte neues Bündnis gegen Hunger an

US-Präsident Barack Obama hat ein neues internationales Bündnis gegen den Hunger angekündigt. Eine Milliarde Menschen seien „mit der Ungerechtigkeit chronischen Hungers und der Notwendigkeit langfristiger Lebensmittelsicherheit konfrontiert“, sagte Obama heute in Washington. Es werde nun eine Allianz von privatem und öffentlichem Sektor geben.

Nach Angaben von Diplomaten beteiligen sich rund 45 Unternehmen daran, etwa die Hälfte aus Afrika. Insgesamt sollen sie rund drei Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. „Ich glaube, die USA haben eine moralische Verpflichtung, etwas gegen den Hunger zu tun“, sagte Obama.

Mit der Aktion gegen den Hunger wird unmittelbar vor Beginn des Treffens der Staats- und Regierungschef der acht führenden Industriestaaten eine drei Jahre alte Initiative der G-8 zur Lebensmittelsicherheit erneuert.

Der US-Präsident wollte sich am Freitag auch mit den Regierungschefs der afrikanischen Länder Äthiopien, Benin, Ghana und Tansania treffen, um über das neue Bündnis gegen den Hunger zu sprechen.

Inland

OeBS-Skandal: Gelddrucker müssen Konten öffnen

In der Schmiergeldaffäre rund um die Gelddruckerei der Nationalbank (OeBS, Banknoten- und Sicherheitsdruck) lässt die Justiz Konten öffnen, um etwaige Kick-back-Zahlungen zu finden. Das berichtet der „Standard“ (Samstag-Ausgabe).

Schmiergeld für Syrien-Geschäfte?

Die Justiz geht dem Verdacht auf Schmiergeldzahlungen für Geschäfte in Aserbaidschan und Syrien nach. Primär gehe es um Bankverbindungen der beschuldigten Ex-OeBS-Manager, der beiden involvierten Anwälte und des Agenten N. S. Er sei für Gelddruckerei und Münze Österreich AG im arabischen Raum tätig gewesen „und erhielt dafür ein monatliches Entgelt von 6.500 Euro - für derzeit noch nicht nachvollziehbare Leistungen“, wie die Zeitung aus der „Anordnung zur Auskunftserteilung“ des Staatsanwalts an die Bankenverbände zitiert.

Von Konten des Anwalts K. A. und der panamesischen Briefkastenfirma Venkoy waren Millionen in bar behoben worden. Über Venkoy flossen, so der Vorwurf, von 2005 bis 2011 rund 16 Mio. Euro an „hohe Entscheidungsträger“ für aserische und syrische Aufträge. Die OeBS-Manager sollen 20 Prozent (14 Prozent in Syrien) auf die Preise für die Banknoten aufgeschlagen haben und auf Venkoy-Konten überwiesen haben. „Zur Verschleierung der Zahlungshintergründe“ wurden laut Justiz rückdatierte Verträge geschlossen.

Geld in Plastiksackerln übergeben

Eine beschuldigte Ex-OeBS-Managerin hat den Zeitungsinformationen zufolge ausgesagt, sie habe das Geld sofort in bar an Diplomaten und hohe Entscheidungsträger aus Aserbaidschan und Syrien übergeben und in Plastiksackerln verstaut. Da „hierfür naturgemäß kein Nachweis existiert, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Teile der (...) Beträge auch an die handelnden Personen in der OeBS zurückgeflossen sind“, so der Staatsanwalt laut „Standard“. Anwalt A., der für seine Dienste kassiert haben soll, habe inzwischen Selbstanzeige bei der Finanz erstattet.

Als Beschuldigte werden auch alle OeBS-Aufsichtsratsmitglieder unter OeNB-Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek geführt. Die Ermittlungen gegen die Kontrollore OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny und Direktoriumsmitglied Peter Zöllner wurden aber bereits eingestellt. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Freispruch für Balluch nach Protestaktion

Der Tierschützer und Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), Martin Balluch, ist nach der Besetzung der niederösterreichischen Landwirtschaftskammer freigesprochen worden. Das Gericht übte Kritik an der Rechtfertigung Balluchs.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

ÖVP-Kritik an Innsbrucker Bürgermeisterin

Kritik von vielen Tiroler ÖVP-Politikern muss die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI - Liste Für Innsbruck) einstecken. Neben Franz Fischler gibt es auch von FI-Gründer Herwig van Staa und AK-Präsident Erwin Zangerl Kritik.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Kampf um Casino-Jackpot: Anwalt gegen Fekter

Der Kampf um 43 Mio. Euro, die ein Schweizer letztes Jahr im Bregenzer Casino gewonnen haben möchte, geht weiter. Laut „Krone“ hat der Anwalt des Schweizers eine Sachverhaltsdarstellung gegen Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) bei der Staatsanwaltschaft eingebracht.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Sport

Erste Liga: Vienna schafft Klassenerhalt

Die Vienna hat in der letzten Runde der Ersten Liga den Klassenerhalt geschafft, der FC Lustenau muss den Weg in die Relegation antreten. Der älteste Fußball-Verein Österreichs erkämpfte heute Abend bei Blau Weiß Linz ein 2:2 und rettete sich damit auf Rang acht.

Gleichzeitig musste sich der FC Lustenau zu Hause gegen Schlusslicht Hartberg klar geschlagen geben. Damit beendeten die Vienna und die Vorarlberger die Meisterschaft punktgleich, die Wiener hatten allerdings die um drei Tore bessere Tordifferenz.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Bundesliga: „Don Didi“ mit Admira-Liebesbekenntnis

Als Spieler war Dietmar Kühbauer, seit seiner Zeit bei Real Sociedad auch „Don Didi“ genannt, ein ehrgeiziger, äußerst emotionaler und Fußball-besessener Vollprofi. Als Trainer blieb er dieser Linie treu - und der Erfolg gibt ihm recht: Die Admira führte der bei Rapid und Mattersburg zur Legende gewordene Ex-Teamspieler in zwei Jahren von der zweiten Liga in den Europacup.

Geht es nach Kühbauer, ist die Erfolgsstory noch nicht zu Ende. „Ich liebe diese Mannschaft“, bekannte der 41-Jährige. Zieht man die Spielfreude und Entwicklung seiner jungen Wilden als Maßstab heran, wird klar: Es ist keine einseitige Liebe.

Mehr dazu in sport.ORF.at

ZIB24

Holpriges Debüt für Facebook-Aktien

Das war wohl noch nichts: Die Facebook-Aktie hat an ihrem ersten Tag nur 23 Cent über dem Ausgabekurs von 38 Dollar geschlossen. ZIB24-Korrespondent Hanno Settele hat die ersten Reaktionen aus den USA.

Jubiläumslunch mit Misstönen

Die Queen hat hohe Staatsgäste anlässlich ihres 60. Thronjubiläums zum Lunch geladen, aber Menschenrechtsexperten kritisieren jetzt die Auswahl ihrer Gäste. Mehr dazu in der ZIB24.

„Dancing Star“ 2012 im Studio

Petra Frey oder Frenkie Schinkels? Die beiden stehen gerade im Finale von „Dancing Stars“, aber nur der Sieger bzw. die Siegerin wird zu Gast sein im ZIB24-Studio.

ZIB24 mit Lisa Gadenstätter, 0.02 Uhr, ORF eins

Mail an die ZIB24

Wirtschaft

Repsol kündigt Gaslieferverträge nach Argentinien

Nach der Zwangsverstaatlichung eines Tochterunternehmens hat der spanische Ölkonzern Repsol Verträge zur Belieferung Argentiniens mit Flüssigerdgas aufgekündigt. Das geht aus Dokumenten hervor, die Reuters heute vorlagen.

Argentinien ist von den Flüssigerdgasimporten abhängig, um 20 bis 30 Prozent seines inländischen Erdgasverbrauchs zu decken. Das südamerikanische Land muss sich nun schnell nach einem neuen Lieferanten umschauen, um Engpässe zu vermeiden. In einem vom 17. Mai datierten Schreiben wirft Repsol dem argentinischen Staatskonzern Enarsa vor, den Vertrag gebrochen zu haben.

Im Kampf um milliardenschweren Schadenersatz von Argentinien wegen der Zwangsverstaatlichung seiner Tochter YPF hat Repsol bereits die Weltbank eingeschaltet. Repsol startete bei der Organisation das dazu erforderliche Schlichtungsverfahren, das sich über Jahre hinziehen kann. Repsol fordert von Argentinien mehr als zehn Milliarden Dollar. Vergangenen Monat beschloss die Regierung in Buenos Aires, 51 Prozent der Anteile an der argentinischen YPF zu übernehmen. Zuvor gehörten Repsol 57 Prozent.

Fitch stuft fünf griechische Banken herab

Nach der Herabstufung der griechischen Kreditwürdigkeit am Vortag hat die Ratingagentur Fitch entsprechend die Bonitätsnoten von fünf hellenischen Banken gesenkt. Wie das Unternehmen heute mitteilte, wurden die Ratings für die National Bank of Greece sowie Efg Eurobank Ergasias, Alpha Bank, Piraeus Bank und Agricultural Bank of Greece von der Note „B-“ auf „CCC“ reduziert.

Das ist die niedrigste Stufe vor dem Zahlungsausfall („Default“). Die Banken hatten schwere Verluste auch wegen des Schuldenschnitts verbucht.

Tags davor hatte Fitch bereits die Kreditwürdigkeit des griechischen Staats auf diese Note herabgestuft. Die Bonitätswächter begründeten ihre Entscheidung mit dem Risiko eines Austritts aus der Euro-Zone und einem möglichen Staatsbankrott.

April bescherte Wien-Tourismus Nächtigungsrekord

Wien ist bei Städtetouristen offensichtlich gerade ziemlich beliebt: Die Tourismusbranche darf sich nämlich über einen Rekord-April freuen. Mit 1,118.000 Nächtigungen konnte Wien so viele Gäste wie noch nie in diesem Monat anlocken.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Chronik

Rasenmäher fuhr 15-jährigem Steirer über die Füße

In Krottendorf im Bezirk Weiz (Steiermark) ist heute ein 15-Jähriger beim Rasenmähen schwer verletzt worden: Der Rasenmäher überrollte beide Füße des Burschen, neun Zehen wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Millionenklage wegen Missbrauchs in Heim

Ein ehemaliger Zögling des Kinderheims Leonstein in Oberösterreich, der schwere Missbrauchsvorwürfe erhebt, will das Land Oberösterreich auf 1,1 Millionen Euro klagen. Das bestätigt seine Wiener Anwältin.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

NÖ: Lkw mit Fahrern und Millionenfracht entführt

Eine spektakuläre Entführung hat sich in der Nacht auf heute auf einem Autobahnparkplatz bei Heiligenkreuz (Niederösterreich) auf der Wiener Außenring-Autobahn (A21) abgespielt. Zwei Lkw-Chauffeure sollen samt ihrer Millionenladung entführt worden sein.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Hallenbad nach Chlorgasaustritt evakuiert

Wegen eines gefährlichen Chlorgasaustrittes ist heute Nachmittag das Hallenbad in Neunkirchen (Niederösterreich) evakuiert worden. Gut hundert Menschen, darunter viele Kinder, wurden in Sicherheit gebracht. Es wurde niemand verletzt.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Badewetter am Wochenende nach Kälterekorden

Ein Kälteeinbruch aus dem Norden, Windstille und eine wolkenlose Nacht haben laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) heute Früh für Kälterekorde in der zweiten Mai-Hälfte gesorgt. Damit dürfte es nun vorbei sein. Spätestens für Sonntag wird Badewetter prognostiziert.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Russisches Munitionsdepot explodiert - 1.800 auf der Flucht

Nach einem Brand in einem Munitionsdepot der russischen Armee sind rund 1.800 Einwohner der umliegenden Ortschaften in Sibirien in Sicherheit gebracht worden. Der Brand sei aus zunächst ungeklärter Ursache heute gegen 8.20 Uhr (MESZ) in dem rund 280 Kilometer nordöstlich von Wladiwostok gelegenen Depot ausgebrochen, erklärte eine Sprecherin des Katastrophenschutzministeriums. Zwei Soldaten wurden demnach verletzt.

Brand konnte nicht gelöscht werden

Die Einwohner aus vier Dörfern mit einer Gesamtbevölkerung von 1.800 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Den Rettungskräften sei es zunächst nicht gelungen, das Feuer in dem Depot zu löschen, in dem 489 Waggons mit Granaten aus der Sowjet-Zeit gelagert seien, sagte die Sprecherin.

Es habe eine unkontrollierbare Kette von Explosionen gegeben, die auch Stunden später nicht habe gestoppt werden können. Wegen der Explosionen wurde auch der transsibirische Zugverkehr unterbrochen.

In Munitionsdepots der russischen Armee kommt es immer wieder zu Bränden und Explosionen. Grund sind die oftmals unzureichenden Lagerbedingungen. Erst Anfang Mai waren bei der Explosion von Munition in der zentralrussischen Region Nischni Nowgorod sechs Soldaten getötet worden.

Science

Philosoph: Schriftsteller sind „geübte Tagträumer“

Peter Bieri spielt ein Doppelspiel: Bis vor wenigen Jahren war der Schweizer ein renommierter Philosoph mit Schwerpunkt analytische Philosophie. Unter dem Pseudonym Pascal Mercier schrieb er erfolgreiche Romane wie „Nachtzug nach Lissabon“.

Wie sich das auch gut mit der Psychoanalyse verträgt, hat Bieri/Mercier bei der Freud-Lecture vor wenigen Tagen erzählt. Schriftsteller seien „besonders geübte Tagträumer“, und deshalb ähnelten bestimmte ihrer Techniken jenen von Psychoanalytikern, schrieb der Philosoph Alexander Hippmann in einem ORF-Gastbeitrag.

Mehr dazu in science.ORF.at

Religion

Selbstverbrennungen Widerspruch zur Lehre Buddhas?

Durch den Besuch des Dalai Lama rückt jene Region, deren höchste geistliche Autorität er seit langem ist, wieder stärker in den Fokus: Tibet. Über 60 Jahre nach dem Einmarsch Chinas in das größte Hochland der Erde kam es gerade während der vergangenen Jahre immer wieder zu einer Extremform des Protests: die Selbstverbrennung zumeist junger buddhistischer Mönche und Nonnen.

Diese Praxis erscheint nicht nur ungeheuer grausam, sondern auch widersprüchlich: Denn eigentlich lehnt der Buddhismus den Selbstmord ab.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Kultur

Dänisches Modell Aarhus: Popkultur als Imagefaktor

Städte in Randlage und ohne die Last großer, alter Kulturdenkmäler können ihren scheinbaren Standortnachteil in einen Standortvorteil verwandeln. Das dänische Aarhus hat in den letzten Jahren vorgezeigt, wie man mit der Popkultur sein internationales Image neu zu bestimmen vermag. Über Aarhus steuert Dänemark sein jüngstes Exportgut: die Musik.

Aarhus, eine Stadt mit knapp 50.000 Studenten, bietet gerade dem dänischen Pop-Wunder Auftrittsmöglichkeiten wie kaum ein anderer Ort. Mittlerweile lässt sich auch Österreich von diesem Modell aus der Mitte Jütlands inspirieren.

Mehr dazu in Eine Stadt erfindet sich neu

Sänger Dietrich Fischer-Dieskau gestorben

Der Sänger Dietrich Fischer-Dieskau ist tot. Er starb heute im bayerischen Berg bei Starnberg kurz vor seinem 87. Geburtstag, wie seine Frau Julia Varady mitteilte. Der „Jahrhundertsänger“ Fischer-Dieskau galt als der wahrscheinlich bedeutendste Vertreter des romantischen Liedgesangs, der aber auch als Opernsänger, Musikpädagoge und Schriftsteller Karriere machte.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Musikwelt trauert um Donna Summer

Musiker aus aller Welt trauern nach dem Tod von Donna Summer um die „Königin der Discomusik“. Barbra Streisand, die mit Summer 1979 den Nummer-Eins-Hit „No More Tears“ gesungen hatte, sagte, dass sie die Todesnachricht schockiert habe: „Sie war so lebhaft, als ich sie vor ein paar Monaten das letzte Mal sah. Ich fand es toll, im Duett mit ihr zu singen. Sie hatte eine unglaubliche Stimme und war so talentiert.“

Dolly Parton ist eigentlich in der Country-Musik zu Hause, sie zeigte sich aber vom Tod ihrer Kollegin Summer tief betroffen: „Ich kann nicht glauben, dass wir eine andere so wunderbare Sängerin verloren haben. Donna hatte wie Whitney eine der größten Stimmen aller Zeiten.“

„Totale Peinlichkeit“

Kylie Minogue twitterte: „Eine meiner frühesten musikalischen Inspirationen: Ruhe in Frieden, Donna Summer.“ Von Rihanna kam ein kurzes „Ruhe in Frieden, Donna Summer, Königin der Disco“. Und Fergie von den The Black Eyed Peas, twitterte: „Ein weiteres meiner Sangesidole ist gegangen.“

„Ich bin so traurig. Sie war die Königin der Disco und noch so viel mehr“, sagte Elton John dem Internetdienst E-Online. „Ihre Platten klingen heute noch so gut wie eh und je.“ Sie sei eine gute Freundin gewesen: „Ich werde sie sehr vermissen.“ Kritik übte John an der Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland in Ohio: „Dass sie niemals in die Hall of Fame aufgenommen wurde, ist eine totale Peinlichkeit. Erst recht bei den zweitklassigen Typen, die schon aufgenommen wurden.“

Donna Summer ist im Alter von 63 Jahren gestorben, wie ihre Familie gestern bestätigte. Die Sängerin sei gestern Früh einem Krebsleiden erlegen, hieß es. Hits wie „Hot Stuff“ und „Love To Love You Baby“ machten Summer zur Disco-Diva der 70er und frühen 80er Jahre. Für ihre Leistungen wurde sie mit mehreren Grammys ausgezeichnet, dem renommiertesten Musikpreis der USA.

Mehr dazu in Bis zuletzt an neuem Album gearbeitet

US-Band Van Halen verschiebt über 30 Konzerte

Die Hardrocker von Van Halen haben mehr als 30 Konzerte ihrer Nordamerika-Tour verschoben. Wie eine Sprecherin der Band heute dem US-Sender CNN bestätigte, wird die Band nach ihrem Auftritt in New Orleans am 26. Juni die Tournee unterbrechen. Gründe nannte sie nicht. Auch Ersatztermine wurden bisher nicht bekanntgegeben.

Zum 40-jährigen Bestehen der Band in diesem Jahr hatten die Musiker um Gitarrist Eddie Van Halen Ende Dezember auf ihrer Website eine Konzertserie angekündigt.

Lifestyle

Großer Andrang bei Hundeausstellung in Salzburg

Heute hat im Messezentrum Salzburg die Welt-Hundeausstellung begonnen - mit einem Verkehrschaos. Für den Veranstalter, den Kynologenverband, ist das Treffen ein Großprojekt. Knapp 19.000 Hunde werden bis Sonntag in den Messehallen bewertet und prämiert.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Leute

Spanische Königin sagt aus Protest Essen mit Queen ab

Aus Protest gegen einen bevorstehenden Besuch des britischen Prinzen Edward in Gibraltar hat Spaniens Königin Sofia ihre Reise zum Thronjubiläum der Queen nach London abgesagt. Nach Auffassung der Regierung in Madrid ist der Besuch „unter den gegenwärtigen Umständen nicht angebracht“, hieß es aus Kreisen des spanischen Königshauses.

Sofia sollte eigentlich heute an einem Mittagessen der Queen teilnehmen. Ihr Mann, König Juan Carlos, hatte schon nach seinem Unfall bei einer umstrittenen Elefantenjagd in Botsuana angekündigt, dass er nicht nach London fliegen werde.

Die Regierung des spanischen Ministerpräsidenten, Mariano Rajoy, hatte jüngst ihr Missfallen darüber geäußert, dass Prinz Edward und seine Frau Sophie anlässlich des diamantenen Thronjubiläums von Königin Elizabeth II. im Juni Gibraltar besuchen wollten. Spanien fordert seit mehr als 300 Jahren die Rückgabe der britischen Kolonie im Süden der iberischen Halbinsel. Prinz Edward ist der jüngste Sohn der Queen.

Gästeliste sorgt für Wirbel

Zu dem Mittagessen auf Schloss Windsor kam unter anderem der japanische Kaiser Akihito, der schon als Kronprinz bei der Krönung der Queen 1953 dabei war. Neben dem norwegischen König Harald V. und der niederländischen Königin Beatrix hatten auch die Monarchen aus Brunei, Kuwait, Katar und Saudi-Arabien zugesagt.

Umstritten war die Einladung an Bahrains König Hamad. In dem Golfstaat wurde im Frühjahr 2011 eine Protestbewegung gegen die Monarchie gewaltsam niedergeschlagen. Das britische Außenministerium stimmte der Einladung jedoch zu. Das 60. Thronjubiläum der Queen sei keine „politische Veranstaltung“, sagte ein Sprecher. Der frühere Europaminister Denis MacShane kritisierte dagegen, die Queen dürfe nicht „mit einem Despoten zu Mittag essen“.

In London gab es zudem Proteste gegen den Besuch des Königs von Swasiland, der in seinem bitterarmen Land im südlichen Afrika ein verschwenderisches Jetset-Leben führt.